Rekorde in der Tierwelt

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Rekorde in der Tierwelt

Schon gewusst, dass

1. …ein Mauersegler es in seinen bis zu 20 Lebensjahren auf vier Millionen Flugkilometer bringt und jedes Jahr 200 000 km fliegt? Das ist so weit wie viermal um die Erde (40 000 km). (Er gehört mit 200 km/h zu den schnellsten Vögeln)
2. …eine Oryx-Antilope stundenlang in der prallen Wüstensonne stehen kann? Ihr Körper erhitzt sich auf 43 Grad. Kein Säugetier erträgt eine höhere Körpertemperatur. Ein Mensch wäre bei dieser Temperatur schon gestorben.
3. … See-Otter das dichteste Fell aller Tiere haben? Bis zu 120 000 Haare drängen sich auf einem Quadratzentimeter. Auf dem Kopf eines Menschen sind es dagegen nur 300 pro Quadratzentimeter.
4. …Moschusochsen die längsten Fellhaare aller Tiere haben? Sie werden bis zu 90 cm lang. Die Haare des Menschen können allerdings länger werden.

Die Schnellsten:

5. …der Gepard 105 km/h schnell rennt? Kein Tier läuft schneller. Gemessen wurde diese Geschwindigkeit auf einer Hunderennbahn.
6. …beim Wanderfalken im Sturzflug 184 km/h gemessen wurden? In Büchern wird häufig sogar eine Fluggeschwindigkeit von 360 km/h angegeben. Er ist der schnellste Vogel.
7. …der Segelfisch mit 100 km/h der schnellste Fisch ist?
8. … der Strauß bis zu 70 km/h läuft? Er ist der schnellste Laufvogel.
9. …ein Mensch beim 100-Meter-Lauf etwa 44 km/h sprintet?

Der Langsamste:

10. …das Faultier als das langsamste Säugetier gilt? In Bäumen legt es maximal 300 m in 1 Stunde zurück, auf dem Boden sind es gar nur 120 m in einer Stunde.

Die Ältesten:

11. …Walfänger in einem Grönlandwal eine über 100 Jahre alte Harpune entdeckt haben? Das Tier wurde also bereits vor dieser Zeit harpuniert und hatte es überlebt.
12. …ein Stör 152 Jahre alt werden kann? Man kennt keinen älteren Fisch.
13. …in einem Park der australischen Stadt Darwin das älteste Reptil der Welt lebt? Die Riesenschildkröte Harriet ist 169 Jahre alt.
14. …der älteste Mann der Japaner Shigechiyo Izumi war? Er starb 1986 mit 120 Jahren.
15. …die älteste Frau die Französin Jeanne Calment war? Sie starb 1997 im Alter von 122 Jahren.

Die Größten:

16. …der afrikanische Elefant das größte Säugetier auf dem land ist? Er wird bis zu 7,5 Tonnen schwer und 3,70 m hoch.
17. …die Anakonda 10 lang wird? Sie gilt als die größte Schlange.
18. …die größte Giraffe von den Hufen bis zu den Hörnern 5,88 m maß?
19. …die Massai zu den größten Menschen Afrikas zählen? Der größte Mensch überhaupt war der Amerikaner Robert Wadlow. Er wurde 2,72 m groß.
20. …der Blauwal als das größte Tier der Welt gilt? Er übertrifft sogar die größten Dinosaurier. Der Blauwal wird bis zu 33 m lang und 130 Tonnen schwer. 1947 wurde sogar ein Blauwal mit 190 Tonnen gefangen.
21. …Riesenkraken in der Tiefsee leben und 22 m lang werden? Experten schätzen, dass eine ausgewachsenen Krake sogar bis zu 75 m lang werden kann. Dies ist aber eine Vermutung.

Die Höhenrekordler:

22. …ein trainierter Mensch den Mount Everest (8 848 m) ohne Atemhilfe besteigen kann? Allerdings kann er nur wenige Stunden in so großer Höhe überleben.
23. …der Sperbergeier bis zu 11 200 m hoch fliegen kann? In dieser Höhe gab es einen Zusammenstoss mit einem Düsenjet. Kein Vogel fliegt höher.

Die besten Hochspringer:

24. …der Delfin 7 m hoch springt? Dies gelingt ihm, weil er im Wasser einen langen Anlauf nehmen kann.
25. …der Puma bis zu 5 m hoch springt? Keine Katze springt höher als ein Puma.
26. …der Weltrekord eines Hochspringer zur Zeit bei 2,45 m liegt?

Die Kleinsten:

27. …die Bienenelfe nur 6 cm lang und 2 g schwer wird? Sie ist ein Kolibri und der kleinste Vogel der Welt.
28. …die Etruskerspitzmaus mit 6 cm Länge und 2 g Gewicht als das kleinste Säugetier der Erde gilt?
29. …

Die besten Taucher:

30. …der Pottwal 3 000 m tief taucht? Kein Tier, das Luft zum atmen braucht, taucht tiefer als der Pottwal.
31. …ein Tiefseefisch in 8300 m Tiefe leben kann?
32. …der beste Taucher Umberto Pelizzari ist? Er tauchte 1999 aus eigener Kraft 80 m tief. Sein einziges Hilfsmittel waren Schwimmflossen

Die größten Tiere

Höchstes Säugetier: Ausgewachsene Giraffenbullen werden bis zu ca. 5,5 Meter hoch. Die höchste bekannte Giraffe war 5,80 Meter hoch.

Größtes Weichtier: Das größte Weichtier ist der Riesenkalmar, er wird bis zu 20 Meter lang und lebt im Nordatlantischen Ozean.

Schwerstes Insekt: Das schwerste Insekt ist der Goliathkäfer mit 110 Gramm Gewicht. Er lebt vornehmlich im tropischem Afrika.

Größtes Insekt: Die Stabheuschrecke mit bis zu 38 cm.

Größtes Säugetier: Blauwale haben eine Länge von bis zu 35 Metern und ein Gewicht von bis zu 190 Tonnen. 1947 wurde in der Nähe der Antarktis ein besonders schwerer Blauwal gefangen: Er wog 220 Tonnenwar 27,6 Meter lang. Die Blauwale halten auch den Rekord der größten Nachkommen: ein durchschnittlicher Blauwal ist, wenn er zur Welt kommt, 6-8 Meter lang und wiegt 2-3 Tonnen.

Größte Spinne: Die Spannweite der Beine einer Riesenvogelspinne (Theraphosa leblondi) beträgt bis zu 28 cm. Sie lebt vor allem in Brasilien, Venezuela und Guyana.

Größtes Krebstier: Das größte bekannte Krebstier ist die Japanische Seespinne. Die Spannweite ihrer Beine beträgt 4 Meter. Ihr Lebensraum ist sowohl der Atlantik der Pazifik als auch der Indischen Ozean.

Größter Lurch: Der Japanische Riesensalamander ist 1,50 Meter lang. Er kommt hauptsächlichJapan vor.

Größtes Kriechtier: Das Leistenkrokodil wird in Ausnahmefällen über 6 Meter lang. Seine Heimat erstreckt sich über Südasien, Indonesien,die Philippinen, Neuguinea und Australien)

Größter Fisch: Der Walhai ist bis zu 12,6 m lang. Er lebt im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean.

Größter Laufvogel: Der Strauß wird 2,70 m hoch. Er lebt vorwiegend im südlichem Afrika.

Größter fliegender Vogel: Der Andenkondor hat eine Spannweite von bis zu 3,25 m. Er lebt Südamerika.

Die kleinsten Tiere

Kleinstes Wirbeltier: Schindleria brevipinguis, ist ein durchsichtiger Fisch mit großen Augen aus der Familie der Schindlerfische, ein Verwandter der Grundeln, und ist mit einem Körpergewicht von einem Tausendstel Gramm das kleinste Wirbeltier. Der Winzling wurde schon 1979 am australischen Great Barrier Reefdem aus dem Wasser gefischt, wurde aber erst im Jahr 2004 wissenschaftlich klassifiziert.

Kleinstes Säugetier: Das kleinste bekannte Säugetier ist die Schweinsnasen-Hummelfledermaus (Craseonycteris thonglongyai). Ihre Größe entspricht -wie auch der Name vermuten lässt -in etwa einer Hummel. Die Körper der Tiere werden nur etwa 2,9-3,3 cm lang, die Flügelspannweite 13-14,5 cm. Ihr Gewicht beträgt etwa 1,7-2,0 Gramm. Die Tiere leben vor allem in Kalksteinhöhlen am Fluss Kwae Noi in Thailand.

Kleinster Vogel : Der Zwergkolibri ist 5,7 cm lang und lebt in Kuba. Der kleinste Vogel Europas ist das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus).

Kleinstes Kriechtier: Der Kugelfingergecko ist 18 mm lang und lebt auf den Jungferninseln.

Kleinster Fisch: Schindlerfisch,Schindleria brevipinguis 8 mm lang. Lebensraum: Great Barrier Reef.

Kleinster Lurch: Stumpffia Pygemaea 10-12 mm lang. Lebensort: Brasilien

Kleinstes Insekt: Zwergwespe 0,2 mm lang. Die Zwergwespe ist weltweit zu Hause.

Die schnellsten Tiere

Schnellste Säugetiere

Schnellstes Landsäugetier auf kurze Distanzen: Der Gepard erreicht im Spurt bis zu 105 km/hist damit das schnellste Landsäugetier auf kurze Entfernungen.

Schnellstes Landsäugetier auf langen Strecken: Der Gabelbock kann auch auf längere Distanzen bis zu 88 km/h laufen. Ein 2 Tage alter Gabelbock ist schneller als ein menschlicher Sprinter, ein 4 Tage alter Gabelbock ist schneller als ein Pferd.

Schnellstes schwimmendes Säugetier: Der Delfin schwimmt bis zu 100 km/h schnell

Schnellste Vögel

Schnellster laufender Vogel: Der schnellste Laufvogel ist der Strauß mit bis zu 72 km/h.

Schnellster fliegender Vogel: Der schnellste “normale” Vogel ist der Wanderfalke im Sturzflug der bis zu 350 km/h schnell fliegt. Neueste Versuche haben einen Rekord von 389 km/h gemessen. Horizontalflug: Mauersegler (200 km/h). Bei Hallermeise wurden auch schon 209,4 km/h gemessen, doch konnte die Messung nicht validiert werden.

Schnellster schwimmmender Vogel: 27 km/h schafft nur der Eselspinguin (nach anderen Quellen schafft er sogar bis zu 36 km/h).

Schnellstes Reptil

Das schnellste Reptil ist die Rennechse mit bis zu 29 km/h. Die schnellste Schlange ist die Schwarze Mamba (24 km/h).

Schnellstes Insekt

Schnellstes fliegendes Insekt: Das schnellste Insekt ist die Libelle, die bis zu 58 km/h schnell fliegen kann.

Schnellstes krabbelndes Insekt: Das schnellste Insekt am Boden ist die Kakerlake, die sich mit 5,4 km/h fortbewegen kann.

Schnellstes hüpfende Insekt: Das schnellste Insekt im Sprung Speedusmorzella, die bis zu 30 m weit springen kann und damit ein Endgeschwindigkeit von bis zu 62 km/h erreicht.

Schnellster Fisch

Mit 111 km/h und mehr ist der Fächerfisch der schnellste Fisch.

Ältestes Tier

Riesenschildkröten werden bis zu 200 Jahre alt. Die zurzeit älteste noch lebendemit einem dokumentierten Lebenslauf versehende Riesenschildkröte heißt Harrietist 175 Jahre alt. Dieses wohl älteste TierWelt lebt im Australia Zoo in Queensland/Australien und feierte am 15. November 2005 den runden Geburtstag. Geboren wurde Harriet wahrscheinlich 1830, aber erst 1835 vom Tierforscher Charles Darwin auf den Galapagos Inseln gefunden. Die damals tellergroße Riesenschildkröte wurde 1837 mit zwei weiteren Exemplaren nach Australien umgesiedelt. Das Männchen starb 1880, das andere 1949. Lange wurde Harriet auch dem männlichen Geschlecht zugeordnet, bevor 1960 entdeckt wurde, dass es sich um ein Weibchen handelt. Ihre Pfleger halten es für möglich, dass die 175 Jahre alte Dame durchaus noch 20 Jahre und mehr leben kann.

Den Altersrekord hält eine Strahlenschildkröte (Geochelone radiata) namens „Tui Malila”. Das 1773 oder 1777 geborene Tier wurde dem König von Tonga vom Entdecker James Cook geschenkt und lebte fortan bei der Königsfamilie bevor es am 19. Mai 1965 im Alter von 188 bzw. 193 Jahren verendete.

Relative Leistungen

Weitsprung: Der Floh überspringt das 200fache seiner eigenen Körperlänge.

Gewichtheben: Eine Blattschneiderameise kann Dinge bis zum 12-fachen ihres eigenen Körpergewichtes tragen.

Zugkraft: An einen 1×1x1cm grossen Muskel einer Muschel könnte man ca 1,5 Millionen Tonnen hängen

Weitere Rekorde:

Ein Gorilla auf der Gewichtheberbühne würde unter den urigen Schwerathleten vielleicht nicht sonderlich auffallen. Wären da nicht sagenhafte 900 kg, die er ohne Aufbautraining, ohne Anabolika sogar zu heben vermag. 260 kg, die unsere besten Schwergewichtler zur Hochstrecke bringen, lassen den Ruhmesglanz der Stärksten etwas verblassen. Setzt man die Hebeleistung in Vergleich zur eigenen Körpermasse, wäre die afrikanische Weberameise unangefochtener Weltmeister. Man sah das nur 2 mg wiegende Tierchen einen toten Vogel von 7 g fortziehen. Für den Menschen würde das bedeuten, 200 PKW mit seiner Muskelkraft von der Stelle zu bewegen.
Von Geschwindigkeiten, die in der Tierwelt erreicht werden, können wir nur träumen. Wollen wir wie der Stachelschwanzsegler 335 km/h schnell sein, müssen wir uns eines Flugzeugs bedienen. Was die Ausdauer betrifft, so lässt die Küstenseeschwalbe mit rund 20 000 km Flugstrecken auch den härtesten Ironman erblassen.

Begonnen hat alles vor etwa 65 Millionen Jahren mit einem Crash. Experten meinen, es war ein Meteoriteneinschlag. Ein Koloss traf auf die Erde, 15 km im Durchmesser, 40.000 km/h schnell. Die Explosionskraft dürfte der 10.000fachen Sprengkraft aller heutigen Atombomben entsprochen haben. Dichte Staubwolken verdunkelten die Sonne, und auf der damals tropisch warmen Welt sanken die Temperaturen drastisch. Der Regen bestand aus giftiger Säure. Diesem Inferno fielen nicht nur die Dinosaurier, sondern über 50 Prozent der damals lebenden Arten zum Opfer. Glücklicherweise steckt aber in jedem Ende ein Beginn.
Aristoteles sagte einmal: „Von dem was möglich ist, schafft die Natur immer noch das Beste.”
Nach jener Katastrophe entwickelte sich auf unserem Planeten ein Artenspektrum, welches das vorhergehende um ein Vielfaches übersteigt. Um das empfindliche Gleichgewicht der Natur zu gewährleisten, mussten viele Nischen besetzt werden. Spezialisierung war gefragt. So entwickelten sich im Tier- und Pflanzenreich ganz erstaunliche Spezialisten, die mit enormen „Höchstleistungen” verblüffen, um einmal mit menschlichen Begriffen zu sprechen.
Am deutlichsten zeigt sich die Qualität dieser Fähigkeiten, wenn wir sie mit denen des Menschen vergleichen. Alle unsere traumhaften Rekorde schrumpfen ins Bedeutungslose zusammen.

Picken wir uns einige olympische Disziplinen heraus.
Sprintweltmeister Maurice Greene hätte über 100 m gerademal ein Drittel der Distanz geschafft, wenn ein Gepard ins Ziel käme. Keine Chance bei knapp zehn Sekunden gegen etwa drei. 40 km/h (und auch das nur in der Staffel, mit fliegendem Start also) steht eine Endgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h gegenüber.
Wie gut für unsere hochdotierten Sprinter, dass auch Windhunde, Gabelböcke, Riesenkänguruhs und viele andere bei den Wettkämpfen der Menschen nicht starten dürfen. Selbst das schwergewichtige Flusspferd (48 km/h) würde vor ihnen durchs Ziel stapfen.
Den Weltrekord über 10.000 m hält der Äthiopier Haile Gebrselasse mit 26:22,75 Minuten. Der schon bei den Sprintern „erfolgreiche” Gabelbock würde dafür nur 12:30 Minuten benötigen.
Die besten Marathonläufer sind auf ihrer Spezialstrecke gut zwei Stunden unterwegs. Onager, ein asiatischer Wildesel, schafft die 42-km-Distanz in nur 45 Minuten.
Der Kulan, ein Halbesel Mittelasiens, ist der Dauerläufer schlechthin. 70 km/h hält er mindestens fünf Kilometer lang durch. Bei Distanzen um die 40 Kilometer kann er immer noch 50 „Sachen” schnell sein.

Ziemlich nahe kommen Spitzensportler den tierischen Konkurrenten im Weitsprung. Der derzeitige Weltrekord im Weitsprung liegt bei 8,95 m, der vom Schneeleopard mit 14 m locker getopt wird. Der Rothirsch springt 11 m, was etwa dem 4,5fachen seiner Körperlänge entspricht.
Durch den Vergleich der Sprungweite zur Körperlänge kommt der Floh auf ganz erstaunliche Leistungen. Auch wenn er „nur” etwa 60 cm springt, entspricht es dem 200fachen seiner Körperlänge. Der Springfrosch mit seinen 2 m weiten Sprüngen schafft immerhin noch das 33fache seiner Körperlänge. Im Vergleich schafft es der menschliche Weltrekordler, das etwa 5fache seiner Körperlänge zu springen.
Im Hochsprung zeigt sich ein ähnliches Bild. Die menschlichen 2,45 m stehen den 5,50 m gegenüber, die der Puma in die Höhe schnellt. Der Mensch bedarf dafür der Hilfe eines Stabes.
Wenn Australiens neuer Superschwimmer Ian Thorpe bei den letzten Weltmeisterschaften Goldmedaillen en gros abräumte, so war das nur unter seinesgleichen möglich. Auf 6 bis 7 km/h bringen es die Topstars im Becken. Der Schwertfisch schafft 90 km/h, Delphine 46 km/h und sogar der Eisbär immerhin 10 km/h.

Und doch gibt es die Bereiche, in denen der Mensch allen anderen Lebewesen haushoch überlegen ist. Viele Stimmen vergleichen den Einfluss des Menschen durchaus mit der Wirkung eines Meteoriteneinschlags.
Es gibt eindeutige Hinweise dafür, dass wir gerade am Beginn einer weltweiten Aussterbewelle stehen.
Der Mensch, ein äußerst flexibler Räuber im ökologischen System, hat es immer wieder verstanden, sich neue Nahrungsquellen zu erschließen, wenn alte erschöpft waren. Er hat es im Laufe seiner Entwicklung perfektioniert, immer besser und schneller Beute zu machen, als diese sich vermehren kann. Dabei geht es keineswegs nur um Nahrung. Wälder werden schneller abgeholzt, als sie nachwachsen können, um nur ein Beispiel zu nennen. Diese Disziplin nennt man Übernutzung.
Neben der Übernutzung ist auch die Verschleppung von Arten in Bereiche, die sie auf natürliche Weise nie erreicht hätten, ein gravierender Beitrag zum Artensterben. Besonders betroffen waren Australien, Hawaii und andere Inseln.
Ebenso führt die Zerstörung von Lebensräumen, die weltweit ein noch nie dagewesenes Maß erreicht hat, in exponentieller Weise zum Artensterben. Nicht zu vergessen ist die Umweltverschmutzung, die in nicht zu unterschätzendem Maße zur Verringerung von Arten beiträgt. Der Mensch benutzt die Lufthülle der Erde wie eine Müllkippe, entleert die Abgase der Autos und der Industrieschornsteine darin. Er fällt Bäume und betoniert Landschaften zu, was den Austausch von Treibhausgasen wie Kohlendioxid massiv beeinflusst und zur Erwärmung des Klimas führt. Tag für Tag sterben etwa 130 Tier- und Pflanzenarten. Das entspricht einer 1000fach höheren Aussterberate als in den letzten 65 Millionen Jahren.

Nach neueren Schätzungen dürfte über die Hälfte der gesamten Pflanzenproduktion der Erde und ein großer Teil des Tierzuwachses nur einer Art zugute kommen, dem Menschen. Bei 1,4 Millionen bekannten Tierarten ist eine solche Verteilung des Verbrauches an natürlichen Ressourcen bedenkenswert. Keine Frage, wem in diesen Disziplinen die ersten Plätze gebühren. Nur sollte man bei den Medaillen nicht Gold, Silber und Bronze verteilen, sondern vielleicht Uran, Plutonium, Strontium.

Wer will da mithalten?
Die schnellsten Läufer:
Gepard 120 km/h
Windhund 110 km/h
Gabelbock 92 km/h
Die schnellsten Schwimmer:
Schwertfisch 90 km/h
Thunfisch 74 km/h
Die schnellsten Flieger:
Stachelschwanzsegler 335 km/h
Wanderfalke 310 km/h
Die ausdauerndsten Flieger:
Mauersegler 200 000 km/Jahr
Küstenseeschwalbe 20 000 km
Graubruststrandläufer 20 000 km
Kurzschwanzsturmtaucher 17 500 km

Die besten Springer: (Sprungweite im Vergleich zur Körperlänge)
Floh 0,60 m; 200fache KL
Springfrosch 2, 00 m; 33fache KL
Heuschrecke 2, 00 m; 30fache KL

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